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Nachhaltigkeits-Konzept Im Rahmen unseres Nachhaltigkeitskonzeptes möchten wir unter anderem unseren Patienten Möglichkeiten zeigen, wie sie auch nach Beendigung ihrer Reha-Maßnahme und möglichen Nachsorgeprogrammen (IRENA/ASP) ihren Alltag über regelmäßige sportliche Aktivitäten gesundheitsbewusst gestalten. Hierfür wurde eine Kooperation zu Sportvereinen aus der Region aufgebaut, die sich im REHA SÜD vorstellen und hier über ihre aktuellen Programme informieren. Mit folgenden Vereinen befinden wir uns aktuell in einem Kooperationsverhältnis:
• Polizei-SV Freiburg www.psv-freiburg.de :.
• ESV Freiburg www.esv-freiburg.info :.
• PTSV Jahn Freiburg www.ptsv-jahn-freiburg.de :.
• Turnverein St. Georgen www.tvstg.de :.
• Gundelfinger Turnerschaft www.gundelfinger-turnerschaft.de :.
• Freiburger Turnerschaft www.ft1844-freiburg.de :.
• TV Tiengen von 1928 www.turnverein-freiburg-tiengen.de :.
• TV Reute www.tvreute.de :.
• ASV Niederrimsingen www.asv-niederrimsingen.de :.
Weitere Informationen finden Sie auf der jeweiligen Homepage des Vereins. Umsetzung eines Nachhaltigkeits-Konzeptes in der Ambulanten Muskuloskeletalen Rehabilitation (AMR) Konzeptionsbericht der REHA SÜD Freiburg Dezember 2008 Vorbemerkung/Einleitung: Die intensive Bearbeitung des "Nachhaltigkeits-Gedankens", die im letzten halben Jahr in unserer Einrichtung stattgefunden und zu einigen Neuerungen geführt hat, erfolgte aufgrund mehrerer Umstände:
Seit der Aufnahme der Ambulanten Muskuloskeletalen Rehabilitation (AMR) in das Behandlungsspektrum der Einrichtung, zielt die Konzeption der REHA SÜD auf langfristige Erfolge und aktive Teilhabe der Patienten. Ein Schwerpunkt ist hierbei von Beginn an, dem Patienten durch vielseitige Folgeprogramme (unterschiedliche Präventionskurse, IRENA, ASP...) eine möglichst langfristige Rehabilitationsbegleitung anzubieten.
Ein weiterführendes Trainingstherapie-Angebot auf Selbstzahlerbasis wird häufig als Wunsch von den Patienten angesprochen und wurde bereits auch als sogenanntes Trainingsflächen-Abo ausprobiert. Aufgrund von begrenzten Raumkapazitäten und dadurch möglichen entstehenden Qualitätsverlusten in der Betreuung des laufenden Therapiebetriebes wurde hiervon aber wieder Abstand gewonnen. Dennoch blieb die Suche nach weiteren Möglichkeiten, unseren Patienten NACH ihrem Reha-Aufenthalt adäquate Begleitung und Bewegungsangebote an die Hand zu geben.
Die Auswertung der hausinternen Reha-Fragebögen ergab, dass sich bei über 90 % der Befragten der Gesundheitszustand direkt nach der Reha gebessert hat. Generell bisher ungeklärt bleiben bislang jedoch der langfristige Erfolg und die entsprechende Kontrolle, auch hier wurde nach Möglichkeiten der Ergebnisoptimierung und -sicherung gesucht.
Der im Frühjahr 2008 erschienene Praxisleitfaden "Strategien zur Sicherung der Nachhaltigkeit von Leistungen zur medizinischen Rehabilitation" der BAR zeigt, dass die Nachhaltigkeit auch generell ein Schwerpunktthema in der rehabilitativen Versorgung darstellt. Basierend auf diesem Leitfaden entwickelte die REHA SÜD konkrete Umsetzungspunkte, die im Folgenden vorgestellt werden.
Wichtige grundlegende Ansatzpunkte, die dabei besondere Beachtung gefunden haben, sind:
Aktive Rolle des Patienten am Rehaprozess (Teilhabe)
Gemeinsame Zielvereinbarung für Reha und Nachsorge
Langfristig erfolgreiche Wiedereingliederung in das Berufs- und Alltagsleben durch dauerhafte Lebensstiländerung
Berufsgruppenübergreifende Verzahnung der Therapie in Bezug auf Gesundheitsaufklärung, individuelle Ausschöpfung von Gesundheits- und Bewegungsangeboten, Bewältigungsstrategien, Motivationsschulung
Langfristige Begleitung, Beratung und Erfolgskontrolle auch über das Ende der Rehamaßnahme hinaus
Die REHA SÜD strebt an, im nächsten Kalenderjahr mindestens 10% der Rehapatienten nachweislich dazu zu bringen, ihren Alltag nach der Reha regelmäßig aktiver zu gestalten (Kontrollzeit nach 6 Monaten).
     Sportgruppenangebot
Ergebnisbericht:
Mit Hilfe des uns vorliegenden Praxisleitfadens der BAR erfolgte seit Juli/August 2008 eine Überprüfung der bereits bestehenden hausinternen AMR-Konzeption und sonstiger vorliegender Kapazitäten:
- Wie kann auf den Patienten in Hinsicht auf seine aktive Rolle und vor allem auf die langfristige Weiterführung seiner begonnenen Verhaltensänderung während und nach der Reha noch mehr Einfluss genommen werden?
- Wo kann noch intensiver und konkreter der Nachhaltigkeitsgedanke eingebracht werden?
Hierzu wurden alle beteiligten Mitarbeiter des Reha-Teams über die neu definierte Zielrichtung informiert, dementsprechend sensibilisiert und intern geschult sowie deren Ideen mit in die Umsetzung eingebracht. Daraufhin erfolgte die Ausarbeitung der einzelnen Neuerungen, die Punkte werden im Folgenden genauer vorgestellt:
• Kooperation REHA SÜD - Vereine:
Auf der Suche nach möglichst neutralen, wenig wettbewerbsorientierten, kostengünstigen und wohnortnahen weiterführenden Gesundheitsangeboten nach Ausschöpfung all unserer hausinternen Angebote, kam die Idee einer Kooperation mit umliegenden Vereinen zustande. Mehr als 25 ausgewählte Vereine mit Gesundheitsangeboten und teilweise Gesundheits-Qualitäts-Siegeln wurden angeschrieben und informiert. Acht Vereine davon zeigten Interesse und wurden im September zu einem gemeinsamen Infoabend in die REHA SÜD eingeladen, in dessen Rahmen die Idee vorgestellt wurde und Möglichkeiten der Kooperation besprochen wurden. Sieben der acht Vereine waren anwesend und die geplante Zusammenarbeit wurde durchweg als positiv und erfolgversprechend aufgenommen. Auf der einen Seite kann die REHA SÜD nun gezielt und mit konkreten Ansprechpartnern auf Gesundheitsangebote der Vereine in der Umgebung hinweisen. Eine Informationstafel "Sportvereine" mit den laufenden Programmen wurde gestaltet, die gut sichtbar im Rehabereich aufgestellt ist.
Informationstafel "Sportvereine")
Auf der anderen Seite erhalten die Vereine über Internet, Auslegen von Faltblättern und Zeitschriften sowie durch die Nennung in einer neu angelegten Patienten-Informationsmappe zum Thema "Bewegungsangebote nach der Reha" eine Plattform, um sich zu präsentieren und neue Mitglieder zu bekommen. Zusätzlich wird ab Dezember 2008 mit einer Schnupperkursreihe begonnen: Hier stellt sich in den Räumlichkeiten der REHA SÜD jeweils ein Verein pro Monat mit einem Schnupperstundenangebot für Patienten vor. Diese bekommen somit einen konkreten Eindruck, ob dieser Sport bzw. diese Art Bewegungs-Angebot ihren Vorstellungen entsprechen könnte. Nach einer gewissen Laufzeit (ca. nach einem halben Jahr) ist ein weiteres Treffen mit den Vereinen geplant, um erste Rückmeldung zu erhalten.
• Rollenvermittlung/Aufklärung/Partizipation der Patienten:
Ein entscheidender Faktor spielt in unseren Augen das Verständnis des Patienten für seine Situation und seine Aufgabe während des Aufenthaltes in unserer Einrichtung. Die Reha soll nicht als Reparaturwerkstatt, sondern als Initialzündung für die Änderung des Gesundheitsverhaltens gesehen werden. Der Patient soll dabei verstehen, dass er die aktive Rolle, die Reha hingegen die begleitende und unterstützende Rolle einnimmt. Verschiedenste "Kontakt- und Einflussnahmestellen" wurden dahingehend nochmals überarbeitet und Schwerpunkte neu gesetzt:
Einführungsveranstaltung zu Beginn der Rehabilitation
Eingangs- und Abschlussgespräche (Ärzte, Therapeuten und andere beratende Berufsgruppen)
Schulungsmodule der Ärzte
Neue Schulung zum Thema Nachsorge "REHA VORBEI - wie geht es weiter?" durch Therapeuten; hier werden den Patienten sowohl die nachsorgeorientierten Ziele der Reha als auch alle Möglichkeiten zur Fortführung der gesundheitsfördernden Maßnahmen erläutert.
Patienten-Schulung
Der Erfolg all dieser Maßnahmen ist in erster Linie auch abhängig von der Motivation und Kommunikation der Mitarbeiter, ein entsprechendes "Train-the-trainer-Seminar" zum Thema "Gesprächsführung und Patientenumgang" ist in Planung.
• Verbesserung der Informationsmöglichkeiten für den Patienten:
Um Gesundheitsangebote wahrnehmen zu können, muss man zunächst wissen, dass und wo es entsprechende Möglichkeiten gibt und wie man individuell "das Richtige" für sich findet. Neben den oben genannten Schulungen und Gesprächen wurden für die Patienten auch auf anderen Wegen weitere Informationsquellen zugänglicher gemacht. Die "Vereinswand" bietet möglichst aktuell die Programme und Neuigkeiten der kooperierenden Vereine. In einem Patienten-Informationsordner sind weitere etwa 60 Vereine aus der Umgebung mit Kontaktadressen zu finden. Eine Anleitung zur Fitnessstudio-Suche im Internet soll Hilfestellung in diesem Bereich bieten. Ebenfalls wird so auf Adressen von Selbsthilfegruppen hingewiesen. Weitere Internet-Adressen weisen auf aktuelle Gesundheitsthemen wie Qualitätssiegel, Fitnessprogramme für Zuhause und generelle Tipps zu Bewegung und Gesundheit im Alltag hin. Alle Quellen und der entsprechende Umgang damit werden in den verschiedenen Schulungen vorgestellt. Am Abschlusstag bekommt jeder Patient die Möglichkeit, in der Reha seine Email-Adresse zu hinterlassen, um regelmäßig durch den Newsletter/Rundbrief der REHA SÜD informiert zu werden (z.B. über aktuelle Präventionsangebote).
• Unterstützende Begleitung NACH dem Reha-Programm:
Mit Hilfe verschiedener Maßnahmen wird versucht, dem Patienten den Übergang vom intensiv betreuten Reha-Aufenthalt zum selbstständigen Alltagsleben zu vereinfachen und dabei "ausschleichend" begleitend Hilfestellung anzubieten: Während der IRENA/ASP findet im 4-Wochen-Rhythmus die "Pro-Aktiv-Woche" statt, in der zusätzlich zum aktiven Programm in Kleingruppen über die Themen "Sport und Bewegung im Alltag", "Überwindung von Motivationshürden", "Individuelle Gesundheitsziele" etc. diskutiert wird. Es werden "Goldene Regeln zum Durchhalten" vorgestellt, den Patienten wird ein persönliches Aktivitätstagebuch ausgegeben und der Umgang damit erläutert. All dies dient dazu, den Patienten einen sicheren, eigenständigen Umgang mit diesem Thema zu vermitteln.
Zum zwanglosen Erfahrungsaustausch findet einmal im Monat ein REHA SÜD Stammtisch in der Nachbarschaft der Einrichtung statt - auch hierüber soll eine weiterführende Bindung an und Begleitung durch die Reha gewährleistet sein. Als motivierende Nachfrage und zur Ergebniskontrolle der vorgenommenen Nachhaltigkeitsmaßnahmen ist eine telefonische Kurzbefragung der Patienten sechs Monate nach Entlassdatum geplant. Dies gibt Aufschluss über langfristige Veränderungen und ermöglicht außerdem dem Patienten eine Eigenreflexion über seine Situation. Gegebenenfalls kann daraus auch nochmals neue Motivation für weitere Schritte oder die Fortsetzung der bereits eingeleiteten Maßnahmen resultieren.
Zusammenfassung und Vorschau:
Alle angesprochenen Maßnahmen sind ohne größeren organisatorischen Aufwand in den laufenden Reha-Betrieb integriert worden. Wir wollen hierdurch einem qualitativ höherwertigen und zielgerichteten Anspruch gerecht werden, der über den geforderten Standard hinausgeht. Natürlich bedeutet der ein oder andere Punkt eine kostenintensivere oder zeitaufwendigere Betreuung. Dies scheint jedoch im Hinblick auf das Gesamtziel eines langfristigen!! Rehaerfolges absolut lohnenswert.
Dennoch handelt es sich in allen Bereichen um einzelne Bausteine, die alle auf ihre langfristige Durchführbarkeit und vor allem ihren Nutzen hin überprüft und modifiziert werden müssen. Viel hängt davon ab, wie sehr der Patient seine Aufgabe und Rolle verstehen lernt.
Birgit Schönharting (Physiotherapeutin, Marketing- und Projektassistentin) Freiburg, im Dezember 2008
 
Weitere Schritte zur Nachhaltigkeit
Im Sommer 2009 wurde hausintern eine „Train-the-Trainer“-Schulung durchgeführt, die speziell auf die Belange der REHA SÜD ausgerichtet war. Schwerpunkte waren dabei die patientengerechte und aktive Vermittlung von Gesundheitsthemen im Rahmen der ambulanten Reha. Das Schulungsprogramm und das Manual wurden überarbeitet und an die Anforderungen der Rentenversicherung angepasst - regelmäßige Aktualisierungen und interne Hospitationen garantieren eine fortlaufende Qualitätssicherung bei den Patientenschulungen. Auch das Ausgabematerial für die Patienten (wie z.B. Aktivitätstagebuch und Heimprogramme) wird ständig optimiert und ergänzt.
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